Vernehmlassung zum Mobilitätsbericht des Kt's LU

11.03.2022

Klimaschädlicher Motorisierter Individualverkehr (MIV) bleibt im Zentrum der zukünftigen Mobilität

Der Planungsbericht Zukunft Mobilität im Kanton Luzern (ZuMoLu) legt ausführlich dar, dass Massnahmen nötig sind, um die Moblität zu lenken. Logische Schlussfolgerungen daraus, die zwingend sind, werden aber vermieden.

Als Strategie schlägt der Regierungsrat vor, die Mobilität mit «Vermeiden, Verlagern, Vernetzen und verträglich abwickeln», umzubauen. Das ist lobenswert, bleibt aber ohne konkrete Folgen. Der Regierungsrat nimmt die Herausforderung nicht wahr, Massnahmen für die nötigen Veränderungen aufzuzeigen. Die Verhinderung der weiteren Erderwärmung müsste höchste Priorität haben, speziell im Bereich Mobilität, der mit 29% die grössten CO2-Emmissionen im Kanton Luzern verursacht.

Die Regierung des Kantons Luzern schreibt im Bericht zur Klima- und Energiepolitik: «Er ist für die Kantonsstrassen zuständig und hat die Möglichkeit, das Motorisierte Individualverkehrs-Aufkommen (MIV) mit einem aktiven Mobilitäts- und Verkehrs-management zu beeinflussen oder mittels Regelungen bei den Verkehrssteuern Einfluss auf die Defossilisierung des MIV zu nehmen». Konkrete Massnahmen dazu fehlen oder sind unverbindlich dargestellt. Das ist das Fazit der Klima-Grosseltern Zentralschweiz.

Der Bericht nennt Probleme, die das ungünstige Verhalten der Bevölkerung beschreiben, klammert aber Ansätze zur Steuerung und Beeinflussung aus. Dies obschon im Bericht festgehalten wird, dass sich die Aufteilung zwischen umweltschädlichem und umweltfreundlichem Verkehr seit 2005 kaum verschoben hat. Der Regierungsrat lässt weiterhin zu, dass der MIV prioritär behandelt wird. An die Bevölkerung rückerstattbare Lenkungsabgaben, die Förderung des ÖV und Veloverkehrs wäre die beste Methode, die Bevölkerung zu umweltverträglichem Verhalten zu bringen.

Der Verein Klima-Grosseltern Zentralschweiz fordert den Kanton Luzern deshalb auf, den Planungsbericht Zukunft Mobilität im Kanton Luzern in diesem Sinne zu überarbeiten.