OSD Erdüberlastungstag 2026




Aktionen Klimagrosseltern Zentralschweiz zum Erderschöpfungstag
09. Mai 2026 in Altdorf, ab 9 Uhr auf dem Lehnplatz
02. Mai 2026 in Kriens ab 9.30 Uhr, Hofmatt
Stand in Altdorf
"Ab sofort leben wir auf Pump"
Mit diesem Satz wollten wir 9 Klimagrosseltern am 9. Mai 2026 auf dem Dorfplatz von Altdorf die Passanten neugierig machen. «Ja wirklich? Auf Pump leben, das macht man als guter Schweizer doch nicht!» hat sich vielleicht der eine oder die andere überlegt. Genaueres konnten er oder sie dann auf unserem Flyer zum Erd-Erschöpfungstag nachlesen. Dort zeigten wir nicht nur auf, wie wir unseren ökologischen Fussabdruck verkleinern können, sondern dass es ebenso wichtig ist, technische Lösungen zu fördern und politische Rahmenbedingungen zu setzen, sei dies mit Anreizen, aber auch mit klaren Vorschriften.
Unser Ziel war es also nicht, den Weltuntergang zu predigen, sondern auf sympathische Art zwar die Probleme beim Namen zu nennen und aber auch Lösungen aufzuzeigen. Das ist uns tatsächlich gelungen, bei strahlendem Sonnenschein und mit unseren farbigen Gilets und dem aufblasbaren Globus als erschöpfte Mutter Erde, sowie einem Erderschöpfungslied zur Melodie von Bella Ciao, vorgesungen von Anneliese und wiederholt mit Worten und dem Örgeli von Max.
Wichtig war sicher auch dass wir noch andere Organisationen miteinbezogen, bei denen man konkret etwas machen konnte. Am Pro Natura Stand wurden Samenkugeln hergestellt und beim WWF konnte man seinen persönlichen Fussabdruck selber berechnen.
Um möglichst viele Leute mit unserer Message zu erreichen, braucht es immer ein Medienecho. Nicht zuletzt dank dem von eine Profifotografen arrangierten Bild und einem kurzen Text erreichten wir in beiden Urner Zeitungen auch den Rest des Kanton Uri.

Der Erd-Erschöpfungstag
Stand in Kriens am 2. Mai 2026
Als ich heute vor neun Uhr bei der Hofmatt ankam, traute ich meinen Augen kaum. Der monatliche Flohmarkt hatte sich breit gemacht, der von der Gemeinde bewilligte Platz war bereits besetzt. Was nun? Wir verzichten auf das Zelt, das Wetter ist ja gut, wir haben genug Platz. Es kommt uns zu gut, dass die Marktstände Leute anlocken.
Wir mischten wir uns unter die Leute, ermutigten sie, den Klimaschutz nicht aufzugeben. Schon bald spürten wir, dass uns viel Sympathie entgegengebracht wurde. Viele bedankten sich für unseren Einsatz, teilten unsere Sorgen um die Zukunft, waren bereit, unseren Flyer für sich und auch für Nachbarn mitzunehmen.
Natürlich machten auch Leute einen grossen Bogen um uns, selten aber wurden wir als «Störefriede» beschimpft. Um halb drei hatten wir 310 Flyer verteilt. Diese waren nötig, hatten doch viele Leute keine Ahnung, was der Erd-Erschöpfungstag bedeutet: Die schweizer Bevölkerung lebt ab dem 11. Mai bis zum Jahresende auf Kosten der kommenden Generationen. Die Treibhausgase durch Öl, Gas, Kohle verbreiten sich ungebremst, was das Klima noch mehr aufheizt.

