Musterbrief zum Klimafonds mehr .....

Leserbrief an die «Zuger Zeitung»
Beitrag zur
Debatte über die Klimafonds-Initiative, Abstimmung
am 08. März 2026
Titel: Ein Generationenprojekt
Die Auswirkungen der Klimakrise werden auch in Europa immer offensichtlicher. Starkregen, Dürre und Waldbrände gehören schon fast zum Jahresritual und mit dem Bergsturz von Blatten ereignete sich vergangenen Mai auch in unserem Land eine Katastrophe biblischen Ausmasses.
Die Gründe für diese beängstigende Zunahme von Extremwetterereignissen sind längst wissenschaftlich geklärt. Die Erwärmung der Erdatmosphäre in einem nie dagewesenen Tempo ist der Ursprung all dieser Turbulenzen. Die übermässige Freisetzung von Treibhausgasen, insbesondere CO2, durch die Verbrennung fossiler Ressourcen, führte dazu, dass der Jahresmittelwert in der Schweiz bereits 2,9°C höher ist als im vorindustriellen Zeitalter. Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt werden kann, drohen massive Auswirkungen auf die Gesundheit aller Lebewesen, aber auch auf Natur, Infrastruktur und Wirtschaft.
Der einzig positive Umstand in diesem Szenario ist, dass der aktuelle Klimawandel menschgemacht ist. Das bedeutet, dass wir Menschen auch in der Lage sind, das Gleichgewicht wieder herzustellen. Bereits 2015 an der Pariser Klimaschutzkonferenz wurden die Weichen gestellt, um bis ins Jahr 2050 global klimaneutral unterwegs zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen ist die Dekarbonisierung unserer Gesellschaft (Abkehr von allen fossilen Brennstoffen) die zwingende Voraussetzung.
Genau da setzt die Klimafonds-Initiative an. Mit dem geäufneten Fonds soll ein Generationenprojekt eingeleitet werden. Damit die erneuerbaren Energien die Versorgung aller Verbrauchssektoren (Strom, Gebäudewärme, industrielle Prozesswärme und Verkehr) sicherstellen können, ist ein gemeinschaftlicher Kraftakt gefordert. Der Klimafonds verschafft uns die finanziellen Mittel netto null bis 2050 zu realisieren.
Die Schweiz hat bereits epochale Generationenprojekte verwirklicht so den Gotthardtunnel im 19. Jahrhundert und die Alpen-Staudämme Mitte des 20. Jahrhunderts. Beide Projekte wirken bis heute nach und wir können mit Recht stolz darauf sein.
Nun ist es an uns, überzeugt anzupacken und mit der Dekarbonisierung die Lebensgrundlage für die kommenden Generationen zu garantieren. Ein JA zum Klimafonds ist ein JA für unsere Enkelkinder!
20.02.2026, Robert Cordin, Herrenmattstrasse 7, 6330 Cham, r.cordin@outlook.com , 041
780 91 26
Klima-Grosseltern Zentralschweiz
Briefvorschlag:
Liebe Nachbarin, lieber Nachbar
Wusstest du, dass jedes Jahr acht Milliarden Franken für Öl, Gas und Kohle aus der Schweiz ins Ausland fliessen? Um uns fortzubewegen, unsere Gebäude zu heizen oder Güter zu produzieren, importieren wir ganze 70 Prozent unserer Energie aus dem Ausland. Mich besorgt es sehr, dass wir in unserem Alltag dermassen abhängig sind von fossilen Energien aus Ländern, in denen Demokratie und Freiheit oft Fremdwörter sind.
Dabei liegt die Lösung auf der Hand: Investieren wir in saubere erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen und moderne Mobilität! Das ist nicht nur besser für Klima und Umwelt, sondern stärkt auch unsere Unabhängigkeit, schafft Arbeitsplätze und sichert unseren Wohlstand.
Deshalb stimme ich am 8. März JA zur Klimafonds-Initiative. Sie ermöglicht diese dringend benötigten Investitionen – und macht uns unabhängiger von Trump, Putin und Co.
Mit dem Klimafonds investiert die Schweiz jährlich 0,5 bis 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – also zwischen 4 und 8 Milliarden Franken – in eine moderne, sichere und klimataugliche Infrastruktur für jetzige und kommende Generationen. Dies geschieht ohne neue Steuern oder Abgaben.
Stimmst du auch JA? Bis zum Dienstag, 3. März, kannst du brieflich abstimmen.
Oder
du gehst am Sonntag, 8. März, an die Urne.
Herzliche Grüsse ............

